Hyaluronsäure bei Gelenkbeschwerden: Ist das sinnvoll?

Hyaluronsäure bei Gelenkbeschwerden: Ist das sinnvoll?

Ja, das kann sehr wirkungsvoll sein. Denn Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Da Hyaluron auch synthetisch hergestellt werden kann, können wir uns ihre positiven Eigenschaften in der schonenden, aber effizienten Behandlung von Beschwerden im Fuß- und Sprunggelenkbereich zunutze machen.

Leiden Patienten an Gelenkverschleiß, also an einer Arthrose, bedeutet dies, dass die Knorpelschicht im Gelenk beschädigt ist. Wenn der Knorpel nicht mehr intakt ist, fehlt der natürliche „Stoßdämpfer“ im Gelenk. Arthrose bedeutet für viele Patienten ein Leben mit der ständigen Einnahme von Schmerzmitteln, die zwar die Symptome bekämpfen, aber das Fortschreiten des Knorpelverschleißes nicht aufhalten können.

Hyaluronsäure wird von der Gelenkinnenhaut und vom Knorpel produziert. Es ist ein Polysaccharid (Vielfachzucker), das im Gelenk Flüssigkeit bindet und somit als "Gelenkschmiere" funktioniert. Geht das Knorpelgewebe bei der Arthrose verloren, kann das Gelenk nicht mehr genügend Hyaluronsäure selber produzieren. Das Einspritzen der Hyaluronsäure soll diesen Verlust ausgleichen. Dadurch werden die Gleitfähigkeit des Knorpels und die Bewegungsfähigkeit des Gelenks wieder verbessert. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung lindert die Hyaluronsäure zudem die Schmerzen.

Die Hyaluronsäure wird unter sterilen Bedingungen in das betroffene Gelenk gespritzt. Die Behandlung beginnt in der Regel mit einer Serie von drei bis fünf Spritzen, die in ein- bis wöchigen Intervallen verabreicht werden. Je nach Patient hält die Wirkung zwischen 6 und 18 Monate an. Anschließend kann die Behandlung wiederholt werden.

Ob eine Hyalurontherapie in Ihrem Fall tatsächlich sinnvoll und erfolgversprechend sein kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z.B. vom Schweregrad der Arthrose. Lassen Sie sich dazu beraten.