Moderne Knorpeltherapie am Sprunggelenk: Schäden aufhalten und behandeln

Moderne Knorpeltherapie am Sprunggelenk: Schäden aufhalten und behandeln

Muss ein Knorpelschaden immer einen ausweglosen Verlauf zur Arthrose bedeuten? Nein, dies ist nicht der Fall. Denn moderne Knorpeltherapieverfahren ermöglichen es, Knorpelschäden in unterschiedlichen Stadien und Größen nachhaltig zu behandeln – und so eine Versorgung mit einem Kunstgelenk so lange wie möglich hinauszuzögern.

Der Gelenkknorpel ist ein tatsächlich einzigartiges „Material“: In seinem komplexen Aufbau ist er als Schicht über den Knochenflächen verantwortlich für den reibungslosen Bewegungsablauf. Das läuft im Idealfall so „geschmeidig“ ab, dass wir nicht mal bemerken, dass es ihn gibt – solange, bis es zu Knorpelschäden kommt. Denn ist der Gelenkknorpel einmal beschädigt, heilt er leider nicht von alleine.

Bei Verschleißerscheinungen oder Defekten z.B. durch Unfälle ist der Körper nur in der Lage, minimale Knorpelschäden bis zu einem gewissen Grad zu reparieren. Reicht diese eigenständige Reparatur nicht mehr aus, bleiben die Schäden dauerhaft: Die Knorpeloberfläche raut auf, Knorpelstücke brechen heraus und schließlich liegt Knochen frei. In diesem Endstadium tritt bei dem Patienten eine Arthrose mit knöchernen Deformierungen und entzündlichen Reaktionen auf.

Im ersten Schritt helfen oftmals eine medikamentöse Behandlung und die Hyaluronsäuretherapie oder PRP-Therapie. Sofern konservative (d.h. nicht-operative) Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind und keinen Erfolg bringen, stehen verschiedene Operationsverfahren für eine Knorpeltherapie am Sprunggelenk zur Verfügung. Wichtig ist in allen Fällen eine exakte Analyse des Knorpelschadens hinsichtlich Durchmesser, Tiefe und Lokalisation. Darüber hinaus müssen weitere mögliche Gelenkveränderungen erkannt werden wie z.B. Achsenstellungen des Sprunggelenks und Gelenkinstabilitäten. Nur wenn ein Gelenk eine korrekte Achsenausrichtung besitzt und stabil ist, kann ein gutes Ergebnis in der Knorpelbehandlung erzielt werden.

Wir setzen in unserer Praxis verschiedene moderne Operationsmethoden ein: die sogenannte Knochenmarkstimulation, die matrixgestütze Stimulation oder den Austausch von Knorpel-Knochenzylindern (osteochondral autograft transfer system (OATS)). Wenn der Knorpelschaden weiter fortgeschritten ist, sind diese genannten Verfahren nicht mehr durchführbar. In diesen Fällen können sogenannte Teilprothesen oder Totalprothesen als Kunstgelenk in das Sprunggelenk eingesetzt werden. 

Erfahren Sie hier mehr über die modernen Behandlungsmöglichkeiten. Oder Sie haben persönliche Fragen und möchten sich detaillierter zur Knorpeltherapie informieren? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine individuelle Beratung in unserer Praxis.

Knochenmarkstimulation

Bei der Knochenmarkstimulation wird durch eine Mikrofrakturierung bzw. eine Anbohrung der Knochen mit einem feinen Bohrer oder Draht (ca. 1-1,5mm) perforiert. Hierdurch wird das gut durchblutete Knochenmark vorsichtig und punktuell eröffnet und es entsteht ein Blutgerinnsel in dem Knorpeldefekt, in dem sich sog. Mesenchymzellen (Stammzellen des Bindegewebes) befinden. Mesenchymale Zellen sind in der Lage, Ersatzgewebe zu bilden. Es entsteht ein Faserknorpel, der zwar nicht die gleichen biomechanischen Eigenschaften wie der hyaline Gelenkknorpel besitzt, aber den Defekt ausfüllt und den Knochen schützend bedeckt. Diese Technik kann in fast allen Fällen arthroskopisch (mit einer Gelenkspiegelung) durchgeführt werden. Wann eine Operation bei einem Knorpelschaden im Sprunggelenk erforderlich wird und auch die Wahl des Behandlungsverfahrens, hängen vom Beschwerdebild und der Vorgeschichte ab. Außerdem spielen die genaue Lokalisation und die Größe des Knorpeldefekts eine wichtige Rolle. Um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, sind ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung des Patienten erforderlich. Eine weitere Grundlage für die Entscheidung sind vor allem MRT-Bilder (Kernspintomographiebilder) und in einigen Fällen auch Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen.

Matrixstimulation

Diese Methode ist eine Weiterentwicklung der klassischen Knochenmarkstimulation. Bei dieser Technik wird nach der Mikrofrakturierung bzw. Anbohrung zusätzlich eine sehr dünne Membran auf den Knorpeldefekt gebracht. Diese enthält z.B. Kollagen Typ 1 und 3. Der Blutpfropf, der sich durch die Knochenmarkstimulation bildet, soll durch die Membran geschützt und stabilisiert werden. Außerdem dient die Membran als Wachstumsgerüst für die Stammzellen. Dieses Verfahren eignet sich vor allem bei größeren Defektzonen im Gelenkknorpel. Wann eine Operation bei einem Knorpelschaden im Sprunggelenk erforderlich wird und auch die Wahl des Behandlungsverfahrens, hängen vom Beschwerdebild und der Vorgeschichte ab. Außerdem spielen die genaue Lokalisation und die Größe des Knorpeldefekts eine wichtige Rolle. Um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, sind ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung des Patienten erforderlich. Eine weitere Grundlage für die Entscheidung sind vor allem MRT-Bilder (Kernspintomographiebilder) und in einigen Fällen auch Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen.

Knorpel-Knochenzylinder

Knorpelschäden können auch repariert werden, indem Knorpel-Knochenstempel (osteochondrale Zylinder) aus anderen Gelenken in die Defektzone im Sprunggelenk transplantiert werden. Hierzu werden die Spenderstempel z.B. aus den unbelasteten Zonen des Kniegelenks entnommen und in die defekte Stelle am Sprunggelenk eingebracht, um diese vollständig auszufüllen. Der Nachteil hierbei ist, dass bei dieser Behandlung neben dem Sprunggelenk noch ein weiteres (gesundes) Gelenk eröffnet werden muss. Wann eine Operation bei einem Knorpelschaden im Sprunggelenk erforderlich wird und auch die Wahl des Behandlungsverfahrens, hängen vom Beschwerdebild und der Vorgeschichte ab. Außerdem spielen die genaue Lokalisation und die Größe des Knorpeldefekts eine wichtige Rolle. Um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, sind ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung des Patienten erforderlich. Eine weitere Grundlage für die Entscheidung sind vor allem MRT-Bilder (Kernspintomographiebilder) und in einigen Fällen auch Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen.

Kunstgelenk

Übersteigt der Knorpelschaden im Sprunggelenk eine bestimmte Größe oder waren die oben aufgeführten Behandlungsversuche im ersten Anlauf nicht erfolgreich, bleibt der Ersatz oder der Teilersatz mit speziellen Implantaten. Für kleinere Defekte eignen sich kleine Metallkappen, die in die beschädigte Region im Sprunggelenk eingesetzt werden. Handelt es sich um einen ausgedehnten Schaden oder eine Arthrose (Verschleiß) des gesamten Gelenks, wird eine Totalendoprothese (künstliches Gelenk) eingesetzt. Wann eine Operation bei einem Knorpelschaden im Sprunggelenk erforderlich wird und auch die Wahl des Behandlungsverfahrens, hängen vom Beschwerdebild und der Vorgeschichte ab. Außerdem spielen die genaue Lokalisation und die Größe des Knorpeldefekts eine wichtige Rolle. Um eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, sind ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung des Patienten erforderlich. Eine weitere Grundlage für die Entscheidung sind vor allem MRT-Bilder (Kernspintomographiebilder) und in einigen Fällen auch Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen.