Schmerzen an der Achillessehne - Achillotendopathie

Schmerzen an der Achillessehne - Achillotendopathie

Eine der griechischen Heldengeschichten erzählt von Achilles. Seine Mutter, die Göttin Thetis, wollte ihn unverwundbar machen und tauchte ihn deshalb in den Fluss Styx. Der Sage zufolge hielt sie ihn dabei an seinem rechten Fuß fest, so dass die Ferse an dieser Stelle nicht mit dem magischen Wasser in Berührung kam. In der Schlacht um Troja von einem Pfeil an seinem wunden Punkt getroffen, starb er den Heldentod. Das Vermächtnis der „verfluchten“ Achillessehne spüren Sportler und insbesondere Läufer immer wieder.

Als kräftigste Sehne des menschlichen Körpers verbindet die Achillessehne die Ferse mit der Wadenmuskulatur. Bei jedem Schritt überträgt sie die Kraft aus der Wade auf den Fuß und ermöglicht es, dass sich der Fuß überhaupt vom Boden abdrücken kann. Dabei ist die Achillessehne enormen Belastungen ausgesetzt. Sie fängt mit jedem Schritt ein Mehrfaches des Körpergewichts auf, was unter bestimmten Bedingungen schnell zur Überlastung führen kann. Sind die Beschwerden erst einmal da, können sie hartnäckig sein und chronisch werden.

Am Morgen nach dem Aufstehen fühlt sich die Ferse steif an und schmerzt. Sie spüren eine Schwellung an der druckempfindlichen Stelle der Sehne, die manchmal auch gerötet sein kann. Dies sind typische Symptome einer Achillessehnenentzündung, der sogenannten Achillodynie oder Achillotendopathie. Ursachen können z.B. verkürzte Wadenmuskulatur, Fußfehlstellungen, falsche Lauftechnik, ungeeignetes Schuhwerk, zu starke Belastungssteigerung im Training sowie zu hohes Trainingspensum oder auch eine Beinlängendifferenz oder ein Beckenschiefstand sein. 

Eine Therapie bei Achillessehnenproblemen sollte frühzeitig beginnen! Was genau die Achillessehne reizt und letztendlich zur Entzündung führt, diagnostizieren wir in unserer Praxis zunächst durch einen genauen körperlichen Untersuchungsbefunds und einer Ultraschalluntersuchung. Ein OP ist selten erforderlich. Meist kann eine Verbesserung der Beschwerden durch manuelle Therapie, Dehnungsübungen, Änderung des Schuhwerks, Stoßwellentherapie und Injektionen erreicht werden. Einlagen und Bandage können wohltuend wirken. Gerne beraten wir Sie in unserer Praxis für eine individuelle und gezielte Therapie.