Adieu Hammerzeh, Kralle oder Klaue: Zehenfehlstellungen so früh wie möglich behandeln

Zehenfehlstellungen - Hammerzeh, Krallenzehe, Klauenzehe

Im Sprachgebrauch findet man unterschiedliche Begriffe für Fehlstellungen der Kleinzehen – meist Hammerzehe, manchmal Krallenzehe oder auch Klauenzehe. Hierbei handelt es sich um verschiedene Krankheitsbilder, die durch unterschiedliche Fehlstellungen an der Zehe charakterisiert werden.

Je nachdem, welche Anteile der Zehe gekrümmt sind oder nach oben stehen, unterscheidet man Hammerzehen, Krallenzehen und Klauenzehen. Eines ist allen Kleinzehenfehlstellungen gemeinsam: Es kann sehr schmerzen. In manchen Fällen ist die Ursache falsches oder zu schmales Schuhwerk. Eine weitere Ursache kann ein Hallux valgus sein, bei dem die Verformung  der Großzehe die kleineren Nachbarzehen quasi „verschiebt“. Veränderungen der Zehenstellungen können in seltenen Fällen auch im Rahmen neurologischer oder rheumatologischer Erkankungen auftreten. Anfangs noch unbemerkt, drückt und reibt der hochstehende Zeh immer stärker am Schuh und es bilden sich schmerzhafte Druckstellen und Hornhautschwielen. Und das kann jeden Schritt zur Qual machen. Im weiteren Verlauf kann es sogar zur Einsteifung der Zehengelenke kommen. 

Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie im wahrsten Sinne des Wortes „der Schuh drückt“, sollten Sie sich frühzeitig beraten lassen. Denn je früher eine Fehlstellung der Kleinzehen erkannt wird und die Zehe noch beweglich ist, um so einfacher und erfolgreicher kann eine Behandlung sein. Dabei reichen die Möglichkeiten von konservativen Methoden wie Nachtschienen und Zügelverbänden über Einlagen und Zehengymnastik bis hin zu operativen Methoden im Fall von fortgeschrittenen Fehlstellungen. Mittlerweile ist in den meisten Fällen eine Korrektur durch schonende minimal-invasive Operationsverfahren möglich. Günstig ist ein Behandlungbeginn, bevor die Zehe einsteift.