Hammerzehe und Krallenzehe – Zehenfehlstellungen

Die Diagnose Hammerzehe oder Krallenzehe bezeichnet die eine gekrümmte Fehlstellung der Kleinzehen. Im Anfangsstadium ist die Fehlstellung noch flexibel und bewegbar. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung werden die schmerzenden Zehengelenke zunehmender rigider und steifen vollständig ein. Oftmals erreichen die Zehenkuppen des Hammer- oder Krallenzehs den Boden nicht mehr – bei einigen Patienten ist das Zehengrundgelenk fast oder sogar komplett ausgerenkt. Erkrankte Menschen leiden unter schmerzhaften Druckstellen an der Zehe durch den Schuh. Zudem kommt es zu einer Überlastung unterwärts am Vorfuß mit starken Hornhautschwielen (sogenannte Metatarsalgie). Dr. Mellany Galla behandelt die verformten Zehen auf Basis ihrer langjährigen Expertise mit wirkungsvollen konservativen und operativen Methoden.

Dr. Mellany Galla – Ihre Spezialistin

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Was zeichnet Dr. Galla aus? Sind es ihre langjährigen fundierten Erfahrungen in der Fußchirugie und Sprunggelenkchirurgie? Ihre Expertise in modernen Behandlungskonzepten und OP-Methoden? Ihre Leidenschaft für das, was sie jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten tut? Es ist die Kombination von diesen und vielen weiteren Besonderheiten.

Jameda Siegel
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Differenzierung von Hammerzehe und Krallenzehe

Das offensichtliche Anzeichen für eine Hammerzehe und Krallenzeh sind die gekrümmte Form. Die Konstellationen der Fehlstellung zwischen Zehenmittelglied und Zehenendglied der krummen Zehen definieren das Krankheitsbild. Bei der Hammerzehe ist das Zehenmittelglied nach unten gebeugt, während das Zehenendglied gestreckt ist. Die Zehenkuppe hat noch Bodenkontakt Im Gegensatz dazu zeigt sich bei der Krallenzehe eine permanente krallenartige Beugung des Zehs im Mittel- und Endglied. Als Folge dessen ist das Zehengrundgelenk stark überstreckt und rutscht in ausgeprägten Fällen sogar nach oben aus dem Gelenk heraus. Die Zehenkuppen haben keine Kontakt mehr zum Boden.

Hammerzehe und Krallenzehe

Beschwerden und Verlauf der Zehenfehlstellung

Die Verformung der Zehen geschieht langsam, aber stetig als schleichender Prozess. Oftmals leiden die betroffenen Menschen unter Schmerzen und zunehmenden Einschränkungen der Belastbarkeit des Fußes. Insgesamt reichen die Beschwerden beim Auftreten eines Hammer- beziehungsweise Krallenzehs von kosmetischen Aspekten bis hin zu manifesten Problemen im Alltag, z.B. durch schmerzhafte Druckstellen an den Zehen durch den Schuh oder eine Überlastung am Vorfuß mit Schmerzen beim Abrollen (Metatarsalgie).

Zu Beginn der Zehenfehlstellung ist es möglich, die für Hammerzehe und Krallenzehe typische Krümmung passiv auszugleichen. Passiv bedeutet, dass sich die krummen Zehen per Druck und Zug in ihre normale Position zurückführen lassen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung versteifen die Zehen: die Hammer- und Krallenzehe werden unbeweglich. In solchen Fällen bilden sich an den gekrümmten Gelenken schmerzhafte Druckstellen bzw. Schwielen sowie Hühneraugen aus. Wenn im Krankheitsverlauf ein Zeh aus seinem Gelenk herausrutscht (luxiert), nehmen die Beschwerden nochmals deutlich zu.

Nicht selten treten Hammerzeh und Krallenzeh zusammen mit anderen Fußerkrankungen wie Hallux valgus, Spreizfuß, Knick-Senkfuß oder Plattfuß auf.

Ursachen für Hammerzeh und Krallenzeh

  • Bereits vorhandene Fehlstellungen der Füße können Krallen- und Hammerzehen zur Folge haben. Spreizfüße und ein Hallux valgus erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Zehenfehlstellung auftritt.

  • Die Ausbildung eines Krallen- oder Hammerzehs kann zudem mit Rheuma oder Erkrankungen des Zentralnervensystems oder erblichen Faktoren im Zusammenhang stehen.
  • Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Falsches Schuhwerk provoziert die Fehlstellung. Schuhe, welche an der Spitze eng zusammenlaufen, zwängen die Zehen über Jahre vorne ein. Hochhackige Schuhe verschieben die Belastung auf den Vorfuß, sodass die Zehen eingeengt – und somit hohem Druck ausgesetzt – werden. Jahrelanges Tragen des unpassenden Schuhwerks kann zu einer Verformung des Zehen führen.

  • Als eine weitere mögliche Ursache gelten Dysbalancen der Muskeln, bei denen das Dehnen und Strecken der Zehen nicht mehr funktioniert.
Hammerzehe und Krallenzehe

Diagnose des Hammer- und Krallenzehs

Im Rahmen der Diagnostik untersucht Dr. Mellany Galla den betroffenen Fuß und die Zehen. Röntgenaufnahmen oder DVT-Untersuchungen der Füße mit Belastung im Stehen zeigen die knöcherne Fehlstellung von Hammerzehe und Krallenzehe. Die Beugesehnen und Strecksehnen an den Zehen, die bei einer solchen Fehlstellung häufig verkürzt sind, können sehr gut mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder einer Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) überprüft werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als wichtige medizinische Entscheidungshilfe: Sie klären, ob eine Operation notwendig ist oder ob konservative Maßnahmen erfolgversprechend sind. Weitere Untersuchung wie z.B. die Fußdruckmessung und Ganganalyse bilden die veränderten Belastungsverhältnisse bei Deformationen des Fußes präzise ab.

Konservative und operative Behandlung­smethoden

Bei der medizinischen Behandlung einer Zehenfehlstellung sind konservative Therapiemaßnahmen sowie die operative Korrektur der betroffenen Zehen zu differenzieren. Stets ist das Ausmaß der Fehlstellung (Winkel der Abweichung) zu beachten. Je nachdem, ob dieser größer oder kleiner ist, erzielen konservative oder operative Interventionen eine erfolgreiche Besserung. Bei der Entscheidung muss auch die Flexibilität der Fehlstellung beachtet werden. Eine Operation wird dann empfohlen, wenn konservative Maßnahmen keinen Erfolg bringen oder die Zehenfehlstellung extrem ausgeprägt ist. Auch bereits versteifte Zehen, welche sich nicht passiv in ihre natürliche Position bringen lassen, erfordern meist eine operative Korrektur.

Als Expertin im Bereich der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie erläutert Dr. Mellany Galla Ihnen den jeweiligen Befund und sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten.

Schuheinlage

Konservative Therapie einer Zehenfehlstellung

Konservative Behandlungen sind vor allem dann erfolgversprechend, wenn die Zehenfehlstellung noch passiv ausgeglichen werden kann und flexibel ist. Folgende Maßnahmen werden dazu eingesetzt:

  • Zehengymnastik ist ein wichtiger Aspekt und Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Fußmuskeln. Das aktive Training kann das Fortschreiten verlangsamen.
  • Schuhe, die dem Fuß und den Zehen genügend Platz bieten, mindern den Druck auf die Zehen und führen zu einer Entlastung. Eine geeignete Polsterung (Filzringe/Gummipolster) trägt ergänzend dazu bei, die Symptome zu lindern.
  • Positiv wirken sich bei vielen Patienten eine Einlage aus, welche den Vorfuß stützt und die Fehlstellung der erkrankten Zehen bessert.

Operation krummer Zehen

Schreitet die Fehlstellung voran oder ist diese bereits fixiert und nicht mehr flexibel, wird es meist erforderlich, den Krallen- beziehungsweise Hammerzeh operativ zu korrigieren.

Welche operative Methode zur Korrektur der Hammer- oder Krallenzehe genau angewandt wird, hängt von der Ausprägung der Fehlstellung sowie von den konkreten Beschwerden der Patienten ab. Das Vorgehen, welches individuell sinnvoll und erfolgversprechend ist, erläutert Dr. Mellany Galla ausführlich in einem Beratungsgespräch. In vielen Fällen wendet die Fachärztin minimalinvasive Techniken an.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Hammerzehe und einer Krallenzehe?

Bei einer Hammerzehe ist meist das Zehen­mittelgelenk gekrümmt, während das Endgelenk normal gestreckt bleibt. Eine Krallenzehe zeigt sich hingegen durch eine permanente Krümmung im Mittel- und Endgelenk, oft kombiniert mit einer Überstreckung im Grundgelenk.

Können krumme Zehen auch ohne Operation korrigiert werden?

Solange die Zehen noch passiv – also per Hand – in ihre normale Position bewegt werden können, können konservative Maßnahmen wie spezielle Zehengymnastik und orthopädische Einlagen eine leichte Verbesserung erzielen oder das Fort­schreiten der Fehlstellung verlangsamen. Bei bereits fixierten, versteiften Fehl­stellungen ist jedoch häufig ein operativer Eingriff notwendig.

Warum bilden sich an den Zehen schmerzhafte Schwielen oder Hühneraugen?

Diese Hautveränderungen entstehen durch den ständigen Druck und die Reibung der verformten Zehen im Schuh. Das Gewebe reagiert auf diese dauerhafte Belastung mit einer schützenden Hornhautbildung, die sich bei weiterem Druck entzünden kann.

Mit welcher Operation können Hammer- oder Krallenzehen begradigt werden?

Die Hammerzehen-OP und Krallenzehen-OP können sehr gut ambulant durchgeführt werden. Über winzige kleine Hautschnitte werden die Knochen und Sehnen minimal­invasiv korrigiert. Für ein sicheres Ausheilungsergebnis werden die Zehen nach der OP für einige Wochen mit einem Draht oder mit Tapeverbänden stabilisiert.

Wo kann ich eine Hammerzehe oder Krallenzehe in Hannover behandeln lassen?

Für eine Untersuchung und Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie Ihrer Zehenfehlstellung ist die Fußspezialistin Dr. med. Mellany Galla in Hannover Ihre erfah­rene Ansprechpartnerin. Sie finden unsere Praxisräume zentral gelegen am Georgsplatz 19.

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