Die Peronealsehnenentzündung beschreibt eine entzündliche Reaktion bzw. Reizung der Peronealsehnen, die als „Verbindung“ zwischen dem kurzen und dem langen Wadenbeinmuskel zu den Mittelfußknochen eine wichtige stabilisierende Funktion erfüllt. Die Peronealmuskeln versetzen den Fuß in die Lage, sich nach außen zu drehen und heben, medizinisch ausgedrückt eine Pronation und Eversion auszuführen, und sich Richtung Boden zu beugen, was medizinisch als Plantarflexion bezeichnet wird. Dies zeigt, wie stark die Peronealsehnen mitverantwortlich für alltägliche Bewegungen und die volle Funktion des Fußes sind. Darüber hinaus sind die Peronealsehnen extrem wichtige Stabilisatoren des Sprunggelenks auf unebenem Untergrund. Man unterscheidet die lange Sehne (Peroneus longus-Sehne), die unter dem Fuß bis zur Fußinnenseite zieht, von der kurzen Sehne (Peroneus brevis-Sehne), welche an der Außenseite des Fußes am 5. Mittelfußknochen ansetzt. Kommt es zu Fehlbelastungen oder Überbelastungen, tritt zunächst eine Reizung der Peronealsehnen auf, die bei anhaltender und kontinuierlich wiederkehrender, übermäßiger Belastung in eine Peronealsehnenentzündung übergeht.
Was zeichnet Dr. Galla aus? Sind es ihre langjährigen fundierten Erfahrungen in der Fußchirugie und Sprunggelenkchirurgie? Ihre Expertise in modernen Behandlungskonzepten und OP-Methoden? Ihre Leidenschaft für das, was sie jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten tut? Es ist die Kombination von diesen und vielen weiteren Besonderheiten.
Profitieren Sie von einer kurzen Wartezeit in unserer modernen Praxis und rufen Sie uns an oder nutzen Sie einfach das Kontaktformular um noch heute einen Termin zu vereinbaren.
Die Peronealsehnenentzündung ist eine Entzündung, welche nicht durch Bakterien, Viren oder andere Krankheitserreger verursacht wird. Es handelt sich vielmehr um eine entzündliche Reaktion, die durch wiederholte Fehlbelastungen, anhaltende Überbeanspruchung oder auch Verletzungen hervorgerufen wird.
Insbesondere Laufen und Joggen sowie Ballsportarten, gerade auch in Kombination mit falschem oder nicht zweckmäßigem Schuhwerk, reizen häufig die Peronealsehnen und können im fließenden Übergang eine Peronealsehnenentzündung auslösen. Peronealsehnenentzündungen können auch auftreten nach einem Bänderriss am Sprunggelenk, insbesondere wenn ein Außenbandriss nicht stabil verheilt ist.
Peronealsehne Schmerzen
Kommt es zu einer degenerativen Abnutzung (Verschleiß) der Peronealsehne, dann treten bei Belastung Schmerzen auf. Den typischen Schmerz verspüren Betroffene an der Hinterkante des Außenknöchels und an der Unterschenkelaußenseite. Dabei ist eine Schmerzausstrahlung bis in den Fußaußenrand und in manchen Fällen bis in die Fußsohle möglich. Bei Bewegungen des Fußes in Richtung Boden oder bei Auswärtsdrehungen kann sich der Schmerz noch verstärken. Zu Beginn der Erkrankung äußert sich der Schmerz vor allem vorwiegend unter Belastung. Bei weiterem
Fortschreiten der Peronealsehnenentzündung kann es auch zu Schmerzen im Ruhezustand kommen.
Schwellungen und Rötungen
Zu den typischen Peronealsehnenentzündung Symptomen zählen auch eine Schwellung hinter und unter dem Außenknöchel und die tastbare Verdickung der Sehne. Des Weiteren können bei einer Peronealsehnenentzündung im Bereich rund um die Sehne auch Rötungen und Erwärmungen auftreten.
Instabilität und Schwäche
Betroffen haben oftmals das Gefühl, dass das Sprunggelenk instabil sei. Manchmal macht sich auch eine deutlich spürbare Schwächung insbesondere bei der Fußhebung bemerkbar.
Zu differenzieren von der Peronealsehnenentzündung sind die beiden Krankheitsbilder Peronealsehnenluxation und das Peroneus-Split-Syndrom. Alle drei Krankheitsbilder betreffen die Peronealsehnen im Bereich des Außenknöchels. Zu beachten ist: Obwohl die Erkrankungen unterschiedliche klinische Merkmale aufweisen, können sie in Kombination vorliegen und ähnliche Ursachen haben.
Typisch für das Krankheitsbild der Peronealsehnenluxation ist eine Dislokation oder ein Herausspringen einer der Peronealsehnen – meist der Peroneus brevis-Sehne – aus ihrer eigentlichen Position in der knöchernen Rinne (medizinisch Sulcus retromalleolaris genannt) hinter dem Außenknöchel. Als Ursache kann hierfür eine Schädigung der Bandstrukturen, die im Normalfall die Sehne an ihrem Platz halten, vorliegen. Die Peronealsehnenluxation kann Schmerzen, Instabilität und Bewegungseinschränkungen für die Betroffenen bedeuten.
Das Peroneus-Split-Syndrom bezeichnet, wie es schon der Begriff verrät, einen Riss der Peroneussehne – meist der Peroneus brevis-Sehne – der die Sehne in Längsrichtung spaltet. Auslöser dafür ist meist eine Überbelastung oder auch ein Verschleiß der Sehne oder ein Umknickereignis am Sprunggelenk. Festzustellen ist, dass die Sehne dabei nicht vollständig reißt. Die Betroffenen leiden an mäßigen bis starken Schmerzen sowie häufig auch an einem Instabilitätsgefühl. Manchmal ist auch Schnappen in dem Außenknöchel spürbar.
Am Anfang der Diagnose einer Peronealsehnenentzündung steht zunächst die ausführliche Anamnese. Fragen nach der individuellen Symptomatik werden hierbei genauso besprochen wie die genaue Betrachtung der Vorgeschichte und vorausgegangener Aktivitäten.
Im zweiten Schritt erfolgt die klinische Untersuchung. Hierbei werden der Fuß und das Sprunggelenk in verschiedene Positionen bewegt – sowohl vom Betroffenen selbst ausgeführt als auch durch die erfahrene Expertin Dr. Mellany Galla, um den Sehnenverlauf und die Stabilität zu prüfen. Als weitere Untersuchungen werden eine Ultraschalluntersuchung und eine Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt, um den Zustand der Sehnen exakt zu beurteilen. Ergänzend ist eine Fußdruckmessung und Ganganalyse sinnvoll, um etwaige Fehstellungen der Ferse beurteilen zu können.
Bei Peronealsehnenentzündung wird auf eine gezielte Kombination konservativer Therapiemaßnahmen gesetzt. Diese sind im Einzelnen:
Essentiell für eine erfolgreiche und nachhaltige Rehabilitation bei Peronealsehnenentzündung sind Geduld und Disziplin der Betroffenen – insbesondere für aktive Sportler stellt dies häufig eine große Herausforderung dar. Doch die Aussicht auf eine vollständige Heilung und Wiederherstellung der Beweglichkeit ist sehr gut. Zu rechnen ist mit einer Rehabilitationsdauer von einigen Wochen bis hin zu einigen Monaten. Dies hängt vom Ausmaß der Erkrankung und von den individuellen Bedingungen ab.
Zu beachten ist, dass eine zu frühe Rückkehr zu Belastung oder sportlicher Aktivität den Verlauf erschweren und verlängern kann.
Neben den konservativen Therapiemaßnahmen bei einer Peronealsehnenentzündung können gezielte und individuell ausgewählte Übungen einen wertvollen Beitrag zur Heilung leisten und auch präventiv wirken.
Da nicht jede Übung zu jeder individuellen Ausprägung der Peronealsehnentzündung passt, ist ebenso wie bei der Auswahl der Therapiemaßnahmen auch bei der Entscheidung für Übungen eine umfassende Diagnostik und genau Betrachtung der persönlichen Symptomatik von entscheidender Bedeutung. Ebenso wichtig für die maximale Wirksamkeit ist eine korrekte Ausführung der Übungen. Daher ist die Abstimmung Ihrer Expertin Dr. Mellany Galla und auch die Einbeziehung von Physiotherapeuten empfehlenswert, um das individuell „richtige“ Training zusammenzustellen und die möglichen Gefahren falsch ausgeführter Übungen zu vermeiden.
Generell sind folgende Bausteine im Rahmen eines individuellen Trainingsplans sinnvoll:
Bei den muskelaufbauenden Übungen steht im Vordergrund, die relevanten und die Peroneusmuskeln so zu trainieren, aufzubauen und zu stärken, dass diese dank einer stärken Aktivität das Sprunggelenk besser stabilisieren. Übungen zur Verbesserung der Sprunggelenksstabilität und der Balance bezeichnet man als propriozeptives Training. Das Muskelaufbautraining sollte zu einer regelmäßigen Routine werden, um die volle Wirkung entfalten zu können.
Oftmals gehen Verklebungen der Faszien mit der Peronealsehnentzündung einher. Die sogenannten Faszien sind das Bindegewebe, das Muskeln, Sehnen und Bänder umgibt. Durch gezielte Behandlung der Faszien können zum einen die Elastizität und Flexibilität der Faszien verbessert werden, was wiederum die Beweglichkeit im Knöchelbereich verbessern und die Spannung in den umliegenden Geweben reduzieren kann. Zum anderen können mithilfe der Faszienrolle die Verklebungen, die oftmals Schmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit verursachen, gelockert und gelöst werden.
Zudem verbessert ein Faszientraining die Durchblutung und den Stoffwechsel in den betroffenen Geweben. So profitieren Sehnen, Muskeln und Gewebe von einer optimierten Zufuhr von Nährstoffen und Sauerstoff. Ein wichtiger Aspekt, der den Heilungsprozess einer Peronealsehnenentzündung unterstützen kann.
Nutzen Sie unsere einfache und schnelle Terminvereinbarung über die Website oder per Telefon. Dr. Galla bietet Ihnen als erfahrende Fuß- und Sprunggelenkchirurgin eine fundierte Beratung in unserer ruhigen Privatpraxis.