Der Schneiderballen kennzeichnet sich durch eine Vorwölbung des fünften Mittelfußköpfchens nach außen. Diese Vorwölbung führt zu einer schmerzhaften Reibung im Schuh. Es entsteht eine unangenehme Druckstelle am Kleinzehenballen. Daraus resultieren die für einen Schneiderballen typischen Schmerzen. Bei diesem Krankheitsbild kann der kleine Zeh zudem nach innen geneigt sein, sodass er oberhalb oder sogar unterhalb des vierten Zehs liegt. Die Symptomatik tritt oftmals bei einem Spreizfuß und zusammen mit einem Hallux valgus auf. Die folgenden Kapitel vermitteln Informationen zu Entstehung, Symptomatik und Behandlungschancen des Kleinzehenballens.
Was zeichnet Dr. Galla aus? Sind es ihre langjährigen fundierten Erfahrungen in der Fußchirugie und Sprunggelenkchirurgie? Ihre Expertise in modernen Behandlungskonzepten und OP-Methoden? Ihre Leidenschaft für das, was sie jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten tut? Es ist die Kombination von diesen und vielen weiteren Besonderheiten.
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Die häufigste Ursache des Schneiderballens, Synonym: Bunionette, ist der Spreizfuß. Es kommt zur einer Verbreitung des Vorfußes. Dadurch entsteht ein Überbein oder eine Vorwölbung an der Fußaußenkante unterhalb der fünften Zehe. Oftmals schiebt sich die fünfte Zehe nach innen und stößt an die vierte Zehe. Ist die Erkrankung ausgeprägt, wandert sie entweder über oder unter die vierten Zehe. Durch die Fehlstellung der fünften Zehe nach innen tritt der Kleinzehenballen immer deutlicher nach außen hervor. Nicht nur die Deformation am kleinen Zeh verursacht einen Leidensdruck. Sondern der Druck am Kleinzehenballen durch den Schuh ist äußerst schmerzhaft.
Es werden drei Formen des Schneiderballens unterschieden:
Die Vorwölbung am Fußaußenrand bereitet den Betroffenen oft unangenehme Probleme mit Schmerzen und Druck, wenn sie Schuhe tragen. Je enger diese ausfallen, umso größer die Probleme. Neben dem Schmerz ist ein weiterer Aspekt zu beachten. Infolge der permanenten Reibung beim Gehen und Laufen entsteht zunächst eine Druckstelle. Allmählich bildet sich in dieser Fußregion eine dicke Hornhautschwiele und in der Folge auch eine chronische Schleimbeutelreizung (Bursitis) an der Außenseite des fünften Mittelfußknochens. Auch an der fünften Zehe selber tritt aufgrund der dauernden Reibung oftmals eine schmerzhafte Druckstelle
Eine erfolgreiche Behandlungsmaßnahme benötigt stets die präzise Diagnose. Der Schneiderballen ist aufgrund seiner typischen Form leicht erkennbar. Die Schilderungen der Patienten sind fast immer eindeutig: Sie berichten beim Tragen von Schuhen über erhöhten Druck und Schmerzempfinden. Die Beschwerden werden am Fußaußenrand auf Höhe des Kleinzehenballens lokalisiert. Druckstellen und Verhornungen dieser Fußregion sowie eine mögliche Zehenfehlstellung am kleinen Zeh gehören zum typischen Erscheinungsbild des Schneiderballens. Eine Röntgenuntersuchungen oder DVT-Untersuchung des Fußes unter Belastung geben zusätzliche Informationen über das jeweilige Ausmaß der Fehlstellung.
Bei der Behandlung der Veränderung am Kleinzehenballen steht zunächst ein nicht-operativer Ansatz im Vordergrund. Im Anfangsstadium sind folgende konservative Maßnahmen möglich.
Mit den Maßnahmen wird eine Schmerzlinderung angestrebt. Die Fehlstellung kann dadurch nicht behoben werden.
Durch Physiotherapie und Eigenübungen können die Patienten zur Linderung beitragen. Gezielte Übungen beim Schneiderballen trainieren die Fußmuskulatur beim Spreizfuß. Bewährte Techniken unterstützen die Betroffenen dabei, ihre Stabilität zu trainieren und dadurch die Problematik zu reduzieren. Weil einige der Übungen eine gezielte Ansteuerung der betroffenen Muskeln erfordern, kann das Erlernen etwas Zeit in Anspruch nehmen.
Welche Methoden im individuellen Fall anzuraten ist, erklärt die erfahrene Fußspezialistin Dr. Mellany Galla gerne detailliert im Gespräch mit den Patienten.
Ebenso wie bei einer Hammerzehe und Krallenzehe spielt die Wahl des angemessenen Schuhwerks zur Linderung der Symptome eine bedeutsame Rolle: Die Weite sollte eher breit ausfallen und der erkrankten Region großzügigen Platz bieten. Weiches Obermaterial dient ebenfalls dem Zweck, die unangenehme Reibung am vorgewölbten Köpfchen zu reduzieren. Im Rahmen der Schneiderballen-Behandlung ohne OP wird somit durch ausreichend weite Schuhe, individuelle Polsterung, gezielte Übungen sowie durch Einlagen bei einem Spreizfuß der Leidensdruck reduziert.
Schlagen die konservativen Maßnahmen nicht an, ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt. Das Ziel der operativen Schneiderballen-Therapie ist die Korrektur der Fehlstellung. Es sind zwei Prinzipien zu differenzieren:
Nach der Schneiderballen-Operation muss je nach Eingriff für einige Wochen ein spezieller Verbandsschuh getragen werden. Ob Gehhilfen verwendet werden müssen, hängt davon, ob Knochen verschoben wurde oder nur eine Knochenabtragung durchgeführt wurde. Begleitend ist eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll. Den detaillierten Ablauf bespricht Frau Dr. Galla mit jedem Patienten individuell vor der Operation.
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