Das Peroneus-Split-Syndrom, Längsriss einer Peronealsehne, ist eine schmerzhafte Erkrankung am Sprunggelenk. Insbesondere betroffen von dem Krankheitsbild sind Sportler und aktive Menschen. Das Peroneus-Split-Syndrom ist Folge eine Umknicktraumas oder einer Überbelastung bei immer wiederkehrenden Belastungen der an der Außenseite des Unterschenkels verlaufenden Peroneus brevis-Sehne oder Peroneus longus-Sehne.
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Der Begriff Peroneus-Split-Syndrom beschreibt einen Längsriss einer der Peronealsehnen, die hinter dem Außenknöchel zum Mittelfuß verlaufen. Meistens ist die kurze Peroneussehne (Peroneus brevis-Sehne) von der Verletzung betroffen. Man spricht auch von einer Schlitzung oder Spaltung der Länge nach und in der Mitte der Sehne, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann. Die Peroneussehnen sind für die Stabilisierung des Sprunggelenks und für das Anheben und Auswärtsdrehen des Fußes verantwortlich.
Es gibt nicht nur eine einzelne Ursache für die Spaltung der Peroneussehne. Vielmehr können vielfältige Ursachen dahinterstehen und eine Behandlung notwendig machen. Zu unterscheiden sind folgende Ursachen des Peroneus-Split-Syndrom:
Weitere Risikofaktor für ein Peroneus-Split-Syndrom
Neben den genannten Ursachen wie Verletzungen, Über- und Fehlbelastungen kann auch eine chronische Entzündung der Peroneussehne, die sogenannte Peronealsehnenentzündung, zu einem Peroneus-Split-Syndrom führen. Auch die Peronealsehnenluxation stellt ein Risiko für die Entwicklung des Split-Syndroms dar. Durch das ständige Heraussspringen der Sehne und das Reiben am Knochen kann ein Riss in der Sehne entstehen. Das Peroneus-Split-Syndrom und die Peronealsehneluxation sind folglich oft miteinander vergesellschaftet.
Die Symptome des Peroneus-Split-Syndrom ähneln denen einer Peronealsehnenentzündung und einer Peronealsehneluxation. Daher erfolgt die Diagnose bei vorliegendem Verdacht auf ein Peroneus-Split-Syndrom sehr sorgfältig und unter Einsatz der Sonographie (Ultraschalluntersuchung) und der Magnetresonanztomographie (MRT). Die Diagnostik startet mit einer ausführlichen Anamnese und gibt oftmals bereits wesentliche Anhaltspunkte wie Unfälle oder Umknicktrauma. In der Ultraschalluntersuchung können die Sehnen sehr gut dargestellt werden, so dass sich hier bereits eingrenzen lässt, ob eine Entzündung, Luxation oder eine Spaltung der Sehne vorliegt. Die strahlungsfreie MRT-Untersuchung eignet sich vor allem, sehr feine Sehnenrisse oder -auffaserungen und Verschleiß im Gewebe darzustellen. Die ist daher besonders geeignet, wenn sich in der Ultraschalluntersuchung eine Teilung bzw. Längsruptur der Sehne nicht eindeutig nachweisen lässt.
Die Peroneus-Split-Syndrom Behandlung erfolgt im ersten Schritt mit konservativen, individuell ausgewählten Maßnahmen, die darauf abzielen, die Beschwerden zu lindern, die Heilung zu fördern und die funktionelle Stabilität des Fußes wiederherzustellen. Dies umfasst im Einzelnen:
In der Regel wird ein Peroneus-Split-Syndrom zunächst mit den oben genannten konservativen Therapiemaßnahmen behandelt. Dennoch kann eine Peroneus-Split-Syndrom OP notwendig werden, wenn unter der konservativen Behandlung die Sehne nicht adäquat regeneriert und die Beschwerden nicht abklingen. Je nach Ausdehnung des Risses und der Auffaserungen werden diese entweder genäht oder die lange und die kurze Peroneussehnen werden aneinander genäht (Tenodese-OP), damit diese sich gegenseitig unterstützen. In seltenen Fällen ist der Ersatz mit einem Sehnentransplantat notwendig.
OP-Nachsorge bei Peroneus-Split-Syndrom
Nach erfolgter OP ist eine Ruhigstellung von sechs Wochen in einer Unterschenkelorthese vorgesehen und eine Schonung des Sprunggelenks an Gehstützen für etwa zwei bis vier Wochen. Im Anschluss an die Ruhigstellung folgt ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm mit ausgewählten intensiven Übungen mit dem Ziel, die Peronealmuskeln zu kräftigen und die Stabilität zu verbessern.
Ein Peroneus-Split-Syndrom macht sich häufig durch Schmerzen an der Außenseite des Sprunggelenks oder des Rückfußes bemerkbar. Viele Betroffene berichten über Schwellungen, ein Instabilitätsgefühl oder Beschwerden beim Gehen auf unebenem Untergrund. Die Schmerzen können sich bei Belastung verstärken und manchmal ist auch ein Schnappen oder Reiben der Sehnen spürbar
Ein Peroneus-Split-Syndrom entsteht meist durch eine Schädigung der Peronealsehnen an der Außenseite des Sprunggelenks, die zu einem Längsriss einer oder beider Sehnen führt. Häufige Ursachen sind Umknickverletzungen, wiederholte Überlastungen beim Sport oder eine chronische Instabilität des Sprunggelenks. Auch Fehlstellungen des Fußes können die Peronealsehnen dauerhaft stärker belasten. Mit der Zeit kann dies zu Verschleiß und einer Aufspaltung der Sehne führen.
Nicht jedes Peroneus-Split-Syndrom muss operiert werden. In vielen Fällen können zunächst konservative Maßnahmen wie Schonung, Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Injektionen mit ACP (PRP, Eigenbluttherapie) und eine Bandage helfen. Wenn die Beschwerden trotz dieser Behandlung anhalten oder die Sehne stärker geschädigt ist, kann eine Operation sinnvoll sein. Dabei wird die Sehne genäht. Wenn der Längsriss stark aufgefasert ist und eine Naht nicht mehr möglich ist, kann die betroffene Sehne durch die benachbarte Sehne verstärkt oder durch ein Sehnentransplantat ersetzt werden.
Nach einer OP wird das Sprunggelenk für sechs Wochen mit einem Unterschenkelwalker geschützt. In den ersten zwei bis vier Wochen darf der Fuß vorsichtig belastet werden. Wenn der Unterschenkelwalker abgenommen wird, dauert es etwa zwei bis vier Wochen, bis sportliche Belastungen wieder aufgenommen werden dürfen.
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