Mittelfußarthrose

Die Mittelfußarthrose äußert sich bei Betroffenen mit ähnlichen Beschwerden wie eine Fußwurzelarthrose: starke Schmerzen, Entzündungen, Knochenveränderungen sowie Einschränkung der Beweglichkeit des Fußes und damit der gesamten Mobilität. Im Gegensatz zu Arthrose (Gelenkverschleiß) in anderen Fußbereichen wie dem Sprunggelenk oder dem Großzehengrundgelenk, weist der mittlere Bereich des Fußes eine Besonderheit auf. In diesem Areal mit befinden sich zahlreiche kleine Gelenke und Gelenkspalte. Eine genaue Differenzierung, welche Gelenke betroffen sind, ist ohne bildgebende Untersuchung meist schwierig.

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Jameda Siegel
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Mittelfußarthrose: Symptome

Die typischen Beschwerden der Mittelfußarthrose variieren je nach Stadium der Erkrankung und die Schmerzen können sich im Laufe der Zeit entwickeln und an Intensität zunehmen. Die folgenden Symptome der Arthrose im Mittelfußkönnen einzeln oder auch kombiniert auftreten. 

  • Insbesondere beim Gehen oder Stehen machen sich Schmerzen im Mittelfuß bemerkbar. 
  • Patienten berichten von einem dumpfen oder auch stechenden Gefühl im betroffenen Bereich, das sich durch Belastung verstärken kann.
  • Häufig zeigen sich Einschränkungen der Fußbeweglichkeit, so dass es schwierig wird, den Fuß wie gewohnt zu bewegen.
  • Daraus resultiert eine zunehmend eingeschränkte Mobilität und eine Veränderung des Gangbilds.
  • Vor allem unebener Untergrund bereitet Probleme.
  • Auch Entzündungen und Reizungen der Gelenkschleimhaut treten im Verlauf verstärkt auf, begleitet von zunehmenden Schmerzen.
  • Mit der Progression der Mittelfußarthrose treten häufige starke Schwellungen am Fuß auf.
  • Im fortgeschrittenen Stadium treten auch in Ruhephasen oder im Schlaf Schmerz auf.

Was sind die Ursachen einer Mittelfußarthrose?

Die Arthrose im Mittelfuß, fachsprachlich auch Lisfranc-Arthrose genannt, kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden.

So können übermäßige und anhaltende Belastung sowie wiederholte Verletzungen oder eine schwere Lisfranc-Verletzung (Knochenbrüche und Bänderrisse am Mittelfuß) zum Verschleiß der Gelenke im Mittelfuß führen.

Fehlstellungen des Fußes und Sprunggelenks, die angeboren sind oder als Folge einer Verletzung oder eines Knochenbruchs auftreten, begünstigen die Entwicklung einer Mittelfußarthrose.

Vor allem die altersbedingte Degeneration des Knorpels kann zu einer Mittelfußarthrose führen. Denn mit zunehmendem Alter nehmen die Elastizität und die Festigkeit des Gelenkknorpels mehr und mehr ab – damit erhöht sich das Risiko einer Arthrose-Erkrankung. Hinsichtlich einer übermäßigen Belastung ist auch Übergewicht als relevanter Risikofaktor zu nennen. Denn Übergewicht bedeutet eine anhaltende Mehrbelastung für die Gelenke im Fuß, in besonderem Maße auch im mittleren Fußbereich. Diese stetige Belastung kann die Abnutzung des Knorpels beschleunigen und damit das Risiko für eine Mittelfußarthrose erhöhen.

Mittelfußarthrose

Diagnose der Mittelfußarthrose

Besteht der Verdacht auf eine Mittelfußarthrose, ist der erste Schritt eine sorgfältige Anamnese wichtig. Hier liegt besonderes Augenmerk auf früheren Verletzungen und auf entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis. Im nächsten Schritt lässt sich durch sorgfältiges und genaues Ertasten des Fußes einen ersten Eindruck vom möglichen Gelenkverschleiß gewinnen. Eine erste Einschätzung kann bereits mit einer Sonographie (Ultraschalluntersuchung) erfolgen. Eine Röntgenaufnahme oder noch besser eine dreidimensionale Digitale Volumentomographie (DVT) kann dann Veränderungen des Gelenkspalts sowie Knochenauswüchse (Osteophyten) sichtbar machen. Um eventuelle Knorpelschäden exakt beurteilen zu können, kommt die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Vollkommen frei von Röntgenstrahlen ist hiermit eine präzise Diagnose von Weichgewebe wie Knorpel und Gelenkkapsel möglich.

Wie sieht die Mittelfußarthrose Behandlung aus?

Die Mittelfußarthrose Behandlung umfasst eine Vielzahl Therapiemöglichkeiten, die zielgerichtet je nach Stadium und Schweregrad der Mittelfußarthrose und individuelle Situation des Patienten in Frage kommen. Im Anfangsstadium und wenn der Gelenkverschleiß noch nicht stark fortgeschritten ist, helfen entzündungshemmende Medikamente, Einlagen und Abrollhilfen oder orthopädische Schuhe nach Maß. Injektionen mit Hyaluronsäure oder Eigenbluttherapie (ACP, PRP) können die Schmerzen zu lindern und dadurch die Mobilität und die Lebensqualität verbessern. Ein operativer Eingriff kann mit diesen Maßnahmen verzögert oder sogar vermieden werden.

Mittelfußarthrose Operation: Wann ist sie notwendig?

Ist die Mittelfußarthrose fortgeschritten und bieten konservative Therapiemethoden keine ausreichende Linderung, sind die Mobilität sowie Lebensqualität stark eingeschränkt. Dann kann eine Mittelfußarthrose Operation sinnvoll sein. Meist kommt in diesen Fällen eine Versteifungsoperation (Arthrodese) der betroffenen Mittelfußgelenke mit Schrauben oder Platten in Frage. Viele Patienten befürchten hierdurch eine Einschränkung der Gehfähigkeit. Da auch bei einem gesunden Fuß die Mittelfußgelenke nur eine sehr geringe natürliche Beweglichkeit besitzen, wird die Versteifung von Mittelfußgelenken (Lisfranc-Arthrodese) nach der Operation kaum bemerkt. Der Bewegungsradius im Sprunggelenk und in den Zehengelenk bleibt erhalten. Durch die Arthrodese entsteht eine Schmerzreduktion im Mittelfußbereich, so dass die Patienten wieder mehr Lebensqualität und Mobilität gewinnen. 

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