Hallux-valgus-Operation

Hallux valgus-Operation

Die Großzehenfehlstellung ist eine weit verbreitete Deformation des Vorfußes. Als medizinischer Fachausdruck beschreibt Hallux valgus die Abweichung der Großzehe in Richtung der kleineren Zehen. Synonym ist dies als Ballenzeh bekannt. Durch die Fehlstellung der Knochen kommt es zu einer Schiefstellung im Gelenk. Der große Zeh kippt beim Hallux-Fuß zur Seite nach außen, es bildet sich im Schuh der unangenehme – oftmals entzündete – Ballen aus. Für die betroffenen Menschen bedeutet dieses Überbein im langfristigen Verlauf meist eine deutliche Beeinträchtigung. Schmerzen am Zehenballen beeinflussen Alltag, Wohlbefinden und zum Teil die Sportfähigkeit in negativer Weise. Als anerkannte Spezialistin für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie hilft Ihnen Dr. Mellany Galla dabei, wieder schmerzfrei auf die Beine zu kommen. Die von der Expertin durchgeführte Hallux valgus-Operation beinhaltet die Entfernung des Großzehenballens sowie die Begradigung der Großzehe und ggf. des ersten Mittelfußknochens.

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Ursachen von Hallux valgus

Doch warum ist die Großzehe auf Abwegen? Verschiedene Hallux valgus-Ursachen tragen zur Entstehung des Krankheitsbildes bei, ziehen die unangenehmen Hallux valgus-Schmerzen nach sich:

  • Hohe Absätze/ungünstiges Schuhdesign: Als Hallux valgus-Ursache werden oftmals hohe Absätzen genannt, daher sind besonders viele Frauen betroffen. Denn High Heels verteilen den Druck beim Gehen entgegen der menschlichen Physiologie. Generell erhöhen Schuhe, welche den Träger nachteilig einengen, das Risiko einer Zehenfehlstellung. Aber dies ist selten die alleinige Ursache.
  • Spreizfüße: Großzehenballen-Schmerzen bzw. Hallux valgus-Schmerzen sind vor allem mit einem vorhandenen Spreizfuß assoziiert. Dieser kennzeichnet sich durch ein Auseinanderweichen der Mittelfußknochen und durch eine Absenkung des Fußgewölbes. Der Vorfuß oder gar der ganze Fuß wird breiter. Oftmals entsteht der Spreizfuß durch schwaches Bindegewebe. Als Folge einer Spreizfußdeformität kann sich ein Hallux valgus entwickeln.
  • Genetik: Die Entstehung eines Hallux valgus kann ebenfalls erblich bedingt sein.
  • Unfälle: Wenn nach einer Fraktur (Knochenbruch) die Großzehe nicht in der korrekten Achse ausheilt, kann eine Schiefstellung des Knochens im Sinne eines Hallux valgus verbleiben.
  • Rheuma: Eine rheumatische Erkankung kann ebenfalls zu einer Fehlstellung und Deformierung der Zehen und zu einem Hallux valgus führen. 

Wann ist die Operation des Hallux valgus nötig?

Eine operative Hallux valgus-Korrektur ist dann indiziert, wenn eine konservative Behandlung keinen Therapieerfolg erzielt, der große Zeh zunehmend einsteift oder der Ballen stets entzündet ist. Folglich gilt eine schmerzhafte Fehlstellung am Großzehenballen, welche sich durch Schuhwechsel, Einlagenbehandlung oder andere Hilfsmittel oder Fußgymnastik nicht therapieren lässt, als Grundvoraussetzung für eine Hallux valgus-Operation. Natürlich leiden die betroffenen Menschen nicht nur an Großzehenballen-Schmerzen: Eine eingeschränkte Mobilität sowie die unschöne Optik der Fußerkrankung erhöhen den subjektiven Leidensdruck.

Im Rahmen der Hallux valgus-Operation wird die dauerhafte Fehlstellung des Ballenzehs korrigiert. Der Fachbegriff Osteotomie beschreibt dabei ein chirurgisches Verfahren, bei welchem ein Knochen präzise durchtrennt und in die korrigierte Stellung gebracht wird. Fußspezialisten verwenden in diesem Zusammenhang ebenfalls die Fachbegriffe Umstellungs- oder Korrekturosteotomie. Falls nötig, wird zudem ein Knochenkeil entnommen. Neben der chirurgischen Begradigung des Knochens muss zusätzlich in den meisten Fällen gleichzeitig der Zug der Sehnen und Muskeln normalisiert werden. Eine zusätzliche Korrektur der Gelenkkapsel, Weichteilkorrektur genannt, hilft bei vielen Verfahren dabei, die Fehlstellung wieder zu begradigen. Bei sehr starker Arthrose ist bisweilen eine Versteifung (Arthrodese) des Großzehengrundgelenks nötig.

Verschiedene OP-Verfahren bei der Hallux valgus-Korrektur

Der Umfang der Hallux valgus-Operation sowie die angewandte Operationstechnik entscheidet sich nach dem individuellen Zustand der Fußerkrankung. Aus diesem Grund wird das geeignete Verfahren in Abhängigkeit von Befund, Schweregrad und Röntgenbild ausgewählt. Gerne erklärt Dr. Mellany Galla den Patienten das Vorgehen auf Basis der präzisen Diagnostik. Vor der operativen Behandlung informiert die Ärztin Sie transparent über Nutzen und mögliche Risiken. Einige Verfahren sind auch in minimalinvasiver Technik durchführbar. Grundsätzlich wird die operative Begradigung der Großzehe und die Abtragung des geschwollenen Zehenballens (Exostosenabtragung) so schonend wie möglich realisiert. Kleine Narben und optimale Schnittführung begünstigen ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis. Die Hallux valgus-Schmerzen zu reduzieren, idealerweise zu beenden, ist das vorrangige Ziel der Hallux valgus-Operation. Eine erfolgreiche Stellungskorrektur steigert Leistungsfähigkeit in Alltag und Sport und entlastet das Großzehengrundgelenk. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes kommen folgende Methoden, welche in einigen Fällen auch kombiniert angewendet werden, zum Einsatz:

  • Abtragung des Ballens: Bei sehr geringer Ausprägung des Krankheitsbildes eignet sich die alleinige Abtragung der sogenannten Exostose. Diese wird häufig als Knochenwulst oder Pseudoexostose bezeichnet.
  • Akin-Osteotomie: Die Akin-Osteotomie beinhaltet die Durchtrennung und Korrektur des Grundglieds der Großzehe. Voraussetzung ist, dass der Zehenknochen vor dem Großzehengrundgelenk eine Fehlstellung aufweist. Die vergleichsweise einfache Korrekturumstellung des Großzehenknochens kennzeichnet sich dadurch, dass die Stellung des Großzehs durch eine Keilentnahme aus dem Zehenknochen begradigt wird. Im Rahmen der anschließenden Heilung wächst dieser in der gewünschten Weise zusammen.
  • Chevron-Osteotomie: Hierbei handelt es sich um eine Hallux valgus-Operation am Mittelfußknochen, welche bei einer milden bis mittelschweren Hallux valgus-Fehlstellung angezeigt ist. Im ersten Schritt durchtrennt die Ärztin den ersten Mittelfußknochen etwas unterhalb des Mittelfußköpfchens. Daraufhin wird das Mittelfußköpfchen nach außen verschoben. Eine Schraube z.B. aus Titan gewährleistet dabei die sichere Fixierung des Köpfchens, diese kann später wieder entfernt werden. Zudem wird die Gelenkkapsel an der Innenseite gerafft. Die Großzehe zeigt nach dem Eingriff in die gewünschte Richtung.
  • Scarf-Osteotomie: Die Methode kommt bei mittlerem bis schweren Hallux valgus zum Einsatz. Nach einem Hautschnitt an der Innenseite des Fußes ist des ersten Mittelfußknochens zugänglich. Im Rahmen der operativen Knochenumstellung wird der nun sichtbare Mittelfußknochen z-förmig durchtrennt. In seine Zielrichtung gelangt er daraufhin durch eine Verschiebung und die Fixierung mit kleinen Schrauben. Als Verfahren verbindet die Scarf-Osteotomie die Korrektur des abweichenden Knochens mit der Operation an den Weichteilen, an den Sehnen und Kapseln. Dieser Eingriff beinhaltet somit die oben beschriebene Raffung an der Gelenkkapsel des Großzehengrundgelenks. Auch diese Schrauben können nach ca. 12 Monaten wieder entfernt werden.
  • Basis-Osteotomie: Eine bewährte Option zur Korrektur größerer Fehlstellungen mit einem großen Intermetatarsalwinkel sowie bei einem großen Hallux valgus-Winkel stellt die Basis-Osteotomie dar. Das Verfahren bietet bei einem Hallux-Fuß ein hohes Korrekturpotenzial. Durch Entfernung eines kleinen Knochenkeils wird die Achse des betroffenen Knochens korrigiert. Während der Heilung wird der durchtrennte Knochen mit technischen Hilfsmitteln, etwa einer stabilen Titanplatte, zusammengehalten. Falls notwendig, kann die Platte nach rund zwölf Monaten wieder entnommen werden.
  • Lapidus-Arthrodese: Bei einer sehr ausgeprägten Hallux valgus-Fehlstellung mit einem stark vergrößertern Intermetatarsalwinkel  zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen ist die Lapidus-Arthrodese indiziert. Die Operation vollzieht die Versteifung eines Gelenks des ersten Tarsometatarsalgelenks – dem Gelenk zwischen erstem Mittelfußknochen und Mittelfuß. Wie bei den bereits skizzierten Methoden ist ebenfalls die Rekonstruktion der Gelenkkapsel und der gelenknahen Sehne um das Großzehengrundgelenk nötig. Die Methode kommt zur Anwendung, wenn neben der Fehlstellung eine Arthrose oder Instabilität im ersten Tarsometatarsalgelenk (TMT 1-Gelenk) vorliegt. Das Verfahren kann darüberhinaus auch bei einer Arthrose (Lisfranc-Arthrose) des Gelenks zwischen Fußwurzel und Mittelfuß Abhilfe schaffen.  

Wie erfolgt die postoperative Behandlung nach einer Hallux valgus-Operation?

Der Heilungsprozess nach der Operation des Vorfußes fordert einige Zeit ein. Abhängig vom Umfang der Hallux valgus-OP kann dieser Zeitraum bis zu acht Wochen betragen. Je ausgeprägter die Fehlstellung war, umso länger dauert die medizinische Rehabilitation nach der Hallux valgus-OP. Während der Rehabilitationsphase verhindern Spezialschuhe bzw. Verbandsschuhe das Abrollen des Fußes über die Großzehe und schützen den Knochen während der Heilungsphase. Postoperative Krankengymnastik fördert und unterstützt dabei den Genesungsprozess, sie verbessert die Gelenkbeweglichkeit bei gleichzeitiger Stabilisierung und Kräftigung des Fußes. Der frühzeitige Beginn der Physiotherapie ist wichtig, um die angestrebte Mobilität so schnell wie möglich wiederherzustellen. Gehstützen werden hingegen meist nur einige Tage benötigt. Gerne beantwortet Ihnen die renommierte Fuß- und Sprunggelenkspezialistin Dr. Mellany Galla diesbezüglich Ihre Fragen.

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