Knick-Senkfuß bei Kindern und Erwachsenen

Knick-Senkfuß – Plattfuß

„Früh erkannt, früh gebannt“ – diese recht altertümlich anmutende Weisheit trifft beim Krankheitsbild Knick-Senkfuß durchaus zu. Die Fußfehlstellung ist ebenfalls unter den Synonymen Knick-Plattfuß und Plattfuß bekannt. Sie ist gut daran erkennbar, dass der Fuß beim Gehen permanent nach innen knickt. Was sind weitere typische Zeichen der Fehlstellung und wann sollte man einen Arzt konsultieren? Systematisch geben die folgenden Kapitel Antworten auf relevante Fragen zum Thema Knick-Senkfuß. Sie vermitteln Informationen zu Entstehung, Symptomen, Diagnose und Behandlung eines Plattfußes. Als erfahrene Fußspezialisten bietet Dr. Mellany Galla erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten an.

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Was kennzeichnet einen Knick-Senkfuß?

An einem gesunden Fuß befindet auf der Innenseite ein Längsgewölbe.Das Längsgewölbe federt die Füße beim Gehen und Stehen ab. Durch das Fußgewölbe entsteht der typische Fußabdruck. Dieser kennzeichnet sich dadurch, dass der mittlere, innere Bereich der Fußsohle vom Boden abgehoben ist. Bei einer Fehlstellung verändert sich der Abdruck, ein Knick-Senkfuß besteht dabei im Grunde aus zwei Fußfehlstellungen: dem Senkfuß und dem Knickfuß.

  • Senkfuß: Mit dem Begriff Senkfuß wird die Abflachung des Fußlängsgewölbes beschrieben. Dabei senkt sich der Fußinnenrand immer in Richtung des Bodens ab. Im Laufe der Zeit ist die Abflachung derart ausgeprägt, dass das Längsgewölbe vollständig zusammenbricht. Infolgedessen liegt die Fußsohle ganz auf dem Boden auf. Dann sprechen Ärzte von einem Plattfuß.
  • Knickfuß: Gleichzeitig ist in der Regel ein Knickfuß bei den Patienten zu beobachten. Hierbei knickt der Fuß sichtbar nach innen ein, dabei tritt der Innenknöchel nach innen heraus. Betrachtet man einen solchen Fuß von hinten, dann steht die Ferse (Rückfuß) in einer X-Stellung nach außen.

Fast immer ist das Typische dieser Fehlstellung deutlich erkennbar. Der Fuß knickt nach innen und das Fußlängsgewölbe an der Innenseite des Fußes sinkt nach unten. Oftmals treten Schmerzen am Innenrand des Fußes auf.

Senkfuß und Knickfuß – erworben oder angeboren?

Es ist wichtig zu unterscheiden, ob die akute Form des Knick-Senkfußes erst im Laufe des Lebens auftritt oder angeboren ist. Angeborene Fehlstellungen sind vergleichsweise selten – die Deformation tritt beispielsweise bei neurologischen Erkrankungen oder bei angeborenen Knochenfehlstellungen auf. In der medizinischen Praxis dominiert hingegen die erworbene Variante. Sie wird – wie die meisten Fehlstellungen des Fußes – durch die Schwächung und Funktionsstörungen der Muskeln und Sehnen ausgelöst.

Tibialis-posterior-Insuffizienz

Die Sehne des Musculus tibialis posterior nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein: Sie kommt vom Unterschenkel und verläuft hinter dem Innenknöchel zum Innenrand des Fußes. Die Spannung dieser Sehne gewährleistet die Aufrechterhaltung des Fußlängsgewölbes im gesunden Fuß. Wenn die Spannkraft hingegen abnimmt, dann sinkt der Fußinnenrand kontinuierlich ab. Ein Funktionsverlust der Tibialis-posterior-Sehne kann durch Unfälle provoziert werden. In solchen Situationen reißt sie teilweise oder vollständig.

Häufiger tritt ein Funktionsverlust jedoch durch die Entzündung der Sehne oder der Sehnenscheide (Sehnenhülle) auf. Meist führen Überlastungen zu den schmerzhaften Entzündungen. Chronische Sehnenentzündungen können zudem bei rheumatischen Erkrankungen vorliegen. In vergleichsweise wenigen Fällen treten Sehnenschädenauf, wenn über einen längeren Zeitraum bestimmte Antibiotika oder Kortisonpräparate eingenommen worden sind. Die Injektion von Kortison direkt im Bereich der Sehne kann somit ein Risiko darstellen.

Die familiäre Disposition stellt einen weiteren relevanten Faktor dar: Leiden Eltern oder Großeltern unter Knick-Senkfüßen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kinder dieselbe Fußfehlstellung entwickeln. Eine Abweichung der Beinachse im Sinne von X-Beinen begünstigt die Entstehung eines Knick-Senkfußes ebenfalls. Wenn die Tibialis-posterior-Sehne aufgrund der dargestellten Probleme ihre Funktion nicht mehr erfüllen kann, dann spricht man von einer Tibialis-posterior-Insuffizienz.


Knick-SenkfußKnick-Senkfuß

 

Ursachen eines Knick-Senkfußes

Zusammengefasst sind folgende Ursachen für die Tibialis-posterior-Insuffizienz und dem daraus resultierenden Plattfuß bekannt: 

  • Überlastung
  • Folge eines Unfalls (Knochenbrüche, Sehnenverletzung, Bandverletzung)
  • Bindegewebeschwäche
  • muskuläre Schwäche
  • verkürzte Wadenmuskulatur/Achillessehne
  • starkes Übergewicht
  • familiäre Disposition
  • rheumatische Erkrankungen
  • neurologische Erkrankungen

In welchem Alter tritt der Knick-Plattfuß auf?

Das Alter ist beim Auftreten des Knick-Senkfußes unbedingt zu beachten. Hier sind zwei Entwicklungsstadien zu differenzieren:

  • Knick-Senkfuß beim Kind: Bei kleinen Kindern – insbesondere kurz nach dem Laufenlernen im Babyalter – sind leichte Ausprägungen des Knick-Senkfußes völlig normal. Ein Knickfuß beim Kind stellt daher keinen Grund zur Beunruhigung dar, er ist in dieser frühen Phase nicht ungewöhnlich. Doch sollte dieser „niedliche Plattfuß“ nicht von alleine verschwinden oder sich gar im Laufe des Wachstums verstärken, dann sollte sich ein Experte den Knick-Plattfuß ansehen. Denn knickt der Fuß nach innen, dann entwickelt das heranwachsende Kind ein unnormales Gangbild. Eher selten ist der Plattfuß beim Kind bereits angeboren.
  • Knick-Senkfuß bei Erwachsenen: Im Erwachsenenalter tritt ein Knick-Plattfuß oftmals durch eine verpasste Behandlung im Kindesalter auf. In vielen Fällen ist eine fortschreitende Schwäche der Bänder und Sehnen verantwortlich. Die erworbene Knick-Senkfuß-Fehlstellung ist bei erwachsenen Menschen vor zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr zu beobachten. Dabei ist die Verteilung der Symptomatik zwischen den Geschlechtern ungleich: Frauen sind dreimal häufiger vom Knick-Senkfuß betroffen als Männer.

Symptome: Wie zeigt sich ein Knick-Senkfuß?

Knick-Senkfüße existieren in unterschiedlichen Schweregraden bzw. in verschiedenen Ausprägungen. Milde Fehlstellungen verursachen meist keine Schmerzen. Die Betroffenen beobachten lediglich eine Veränderung des getragenen Schuhwerks. Konkret zeigt sich diese Änderung daran, dass der Innenrand der Schuhsohlen stärker abgelaufen ist. Oftmals tritt das Fußbett auf der Innenseite des Schuhs aus.

Vor dem richtigen Schmerz äußert sich die Fußfehlstellung in Form eines leichten Instabilitätsgefühls am Sprunggelenk. Es fühlt sich an, als ob der nun schneller ermüdende Fuß nach innen wegknickt. Diese Wahrnehmung zeigt sich vor allem nach längerem Stehen oder einem Spaziergang. Einige Patienten berichten zudem von einem krampfartigen Gefühl in der Unterschenkelmuskulatur. Im weiteren Verlauf der Krankheit folgen Schmerzen bei Belastung des Fußes: Anfangs treten diese in der Region des Innenknöchels sowie am Fußinnenrand auf. Wenn die Tibialis-posterior-Sehne überlastet ist und sich entzündet, ist eine Schwellung auf der Innenseite am Sprunggelenk sowie am Fuß sichtbar.

Mit voranschreitender Fehlstellung kommen zusätzliche Probleme in anderen Bereichen des Fußes hinzu: Durch die Schiefstellung des gesamten Fußes folgen Überlastungen am Vorfuß und am Rückfuß. So kann der Vorfuß beispielsweise beim Abrollen schmerzen. Beschwerden an der Ferse durch eine Plantarfasziitis oder an der Achillessehne zählen ebenfalls zu den Symptomen des Knick-Senkfußes. 

Eine zeitlich lang andauernde starke Knick-Senkfuß-Deformität zieht schwerwiegende Probleme nach sich. Denn die Fehlbelastung der Fuß- und Sprunggelenke mündet in einer Abnutzung der Gelenke. Ohne die rechtzeitige und sinnvolle Intervention droht die Arthrose der betroffenen Gelenke. Zu Beginn ist die Fehlstellung noch flexibel, die Gelenke können gut bewegt werden. In späteren Stadien des Knick-Senkfußes werden die Gelenke immer steifer. Schlussendlich ist der erkrankte Fuß in der Knick-Senk-Position fixiert.

Diagnose des Knick-Plattfußes

Das frühzeitige Erkennen der Krankheit durch die präzise Knick-Senkfuß-Diagnose ist wichtig. Beim Auftreten von typischen Knick-Senkfuß-Beschwerden sollte daher immer eine ärztliche Untersuchung stattfinden. Im Rahmen der umfassenden Diagnostik wird in der Hannoveraner Praxis der renommierten Fußspezialistin und -expertin dazu die Fußstellung unter Vollbelastung geprüft. Dr. Mellany Galla testet die einzelnen Fußabschnitte, die Beweglichkeit der Gelenke, die Stabilität der Bänder, die Kraft der Muskulatur und das Gangbild. Im Rahmen der Ganganalyse kommt die dynamische Pedographie zum Einsatz. Die Fußdruckmessung macht es möglich, die Druck- und Belastungsverteilung unter der Fußsohle beim Gehen genau zu analysieren. Dadurch erhält das Team wichtige Informationen für die Behandlung des Knick-Senkfußes. Dynamische Pedographie dient der Diagnose und der Dokumentation.

Ergänzend zur Ganganalyse unterstützen weitere diagnostische Untersuchungen die genaue Abklärung: Röntgenbilder zeigen die Fehlstellung von Knochen an, bei dem bildgebenden Verfahren wird die Winkelstellung der Knochen zueinander ausgemessen. Der aktuelle Zustand der Tibialis-posterior-Sehne wird mittels Ultraschalluntersuchung geprüft. In einigen Fällen ist eine Kernspinuntersuchung sinnvoll. Ihre Ergebnisse erlauben es, den Zustand der Fußgelenke und die Entzündung der Sehne zu beurteilen. Eine präzise Diagnostik legt die Basis, um die Korrigierbarkeit der Knick-Senkfuß-Fehlstellung zu prüfen. Darauf basierend trifft die Frau Dr. Galla die bestmögliche Therapieentscheidung. Die genaue Knick-Senkfuß-Diagnose markiert somit die Grundlage für die effiziente Behandlung bzw. Therapie.

KnicksenkfußEinlagen

 

Knick-Senkfuß-Therapie: Konservative Behandlung

Leichtere Ausprägungen dieser Fehlstellung können konservativ (ohne OP) behandelt werden. Mehrere schonende Maßnahmen wie beispielsweise Senkfuß-Übungen versprechen bei moderater Symptomatik Abhilfe. Folgende Knick-Senkfuß-Behandlungen und Hilfen bietet die Ärztin an: 

  • stützende, individuell angefertigte Einlagen
  • sensomotorischen Einlagen
  • orthopädischen Maßschuhe
  • Tragen stabiler Orthesen
  • gezieltes Fußtraining zur Stärkung der Fußmuskulatur
  • Senkfuß-Übungen

Bei einer entzündeten Sehne helfen Ultraschallbehandlung, manuelle Therapie und Stoßwellentherapie zum Abklingen der Symptome. Ebenso tragen entzündungshemmende Therapien mit Hyaluronsäure oder Eigenblut (PRP-Therapie) zur Heilung bei.

Knick-Senkfuß-Therapie: Operation

Die Therapie des Knick-Senkfußes beinhaltet neben konservativen Maßnahmen die Möglichkeit der Knick-Senkfuß-Operation. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Sehnenschädigung sowie der Fehlstellung kommen verschiedene Techniken separat oder kombiniert zum Einsatz.

  • Bei leichten Fehlstellungen ist es möglich, dass Eingriffe an der Tibialis-posterior-Sehne ausreichen.
  • Bei starker Sehnenschädigung wird die Tibialis posterior-Sehne durch die Umlenkung einer anderen Sehne verstärkt oder ersetzt.
  • Die Umstellung und Verschiebung des Fersenbeins nach innen (Fersenbein-Osteotomie) dient der Korrektur der Fußstellung. Ebenso die Verlängerung des Fußaußenrandes.
  • In einigen Fällen wird es bei sehr ausgeprägten Fehlstellungen oder Arthrose notwendig, eine Arthrodese-Operation (Gelenkversteifung) durchzuführen.

Dr. Mellany Galla behandelt den Knick-Senkfuß immer so schonend wie möglich und erklärt jedem Patienten detailliert, auf welchen Erkenntnissen ihre Empfehlung zum weiteren medizinischen Vorgehen beruht. Damit die Korrektur fest zusammenwachsen kann, ist nach einer Operation stets die Ruhigstellung des operierten Fußes in einem Spezialstiefel nötig. Gehstützen stellen die erforderliche Entlastung für mehrere Wochen sicher. 

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