Morton-Neurom / Morton-Neuralgie

Die Füße tragen den Menschen durch das Leben, sodass Erkrankungen an den unteren Extremitäten schnell eine gravierende Einschränkung bedeuten. Wenn Schmerzen am Vorfuß beim Abrollen auftreten oder das Gefühl auftritt, als würde etwas überspringen, dann kann kann ein Morton-Neurom (Synonym: Morton-Neurinom, Morton-Neuralgie) vorliegen. Es ist gekennzeichnet durch Schmerzen im Vorfuß oftmals mit Ausstrahlung in zwei benachbarte Zehen. Die Fußspezialistin Dr. Mellany Galla erläutert in den folgenden Abschnitten Ursachen, Symptomen, Diagnose und ärztliche Behandlungsmethoden bei der Morton-Neuralgie.

Dr. Mellany Galla – Ihre Spezialistin

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Was zeichnet Dr. Galla aus? Sind es ihre langjährigen fundierten Erfahrungen in der Fußchirugie und Sprunggelenkchirurgie? Ihre Expertise in modernen Behandlungskonzepten und OP-Methoden? Ihre Leidenschaft für das, was sie jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten tut? Es ist die Kombination von diesen und vielen weiteren Besonderheiten.

Jameda Siegel
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Entwicklung und Ursachen der Morton-Neuralgie

  • Die Füße sind von einem feinen Nervengeflecht durchzogen. Die Nerven senden dabei Signale über die Berührung der Haut und den Druck beim Gehen und Laufen an das Gehirn. Ihre Funktion ist folglich essenziell für Motorik und Gleichgewicht. Liegt die Morton-Krankheit vor, dann ist das Empfinden im Vorfuß beeinträchtigt oder gestört.
  • Das Nervengeflecht reicht an der Fußsohle bis in jeden Zehenkuppe. Die Nerven verlaufen zwischen den Mittelfußknochen entlang zu den Zehen. Kurz vor den Grundgelenken teilen sich diese in jeweils zwei Nervenäste auf, die in jeweils zwei benachbarte Zehen ziehen.
  • Ein Morton-Neurom beschreibt die gutartige Verdickung exakt vor dieser Aufzweigungsstelle. Dabei nimmt nicht der Nerv an sich an Größe und Durchmesser zu, sondern die Bindegewebehülle, welche den Nerven umgibt.
  • Im Anfangsstadium schwillt das Gewebe an, dadurch drückt es auf den Nerv. Wenn diese Schwellung länger anhält, dann wuchert und vernarbt das Bindegewebe. Es wird größer und gleichzeitig fester. Der Begriff Fibrosierung bezeichnet diese Gewebeveränderung, welche sich optisch dadurch auszeichnet, dass sie wie ein Knoten aussieht. Da der Knoten zusätzlichen Raum einnimmt, engt er den betroffenen Nerv ein. Man spricht medizinisch von einem Nervenkompressionssyndrom. Ist die Gewebeverdickung beim Morton-Neurom sehr groß, so steht der Nerv permanent unter Kompression. Infolgedessen können sogar Dauerschmerzen im Ruhezustand auftreten.
  • Durch die Nervenkompression entsteht Druckgefühl und Schmerz und ein Fremdkörpergefühl. „Es ist, als ob da eine Erbse im Fuß hin und her rutscht“, sagen die Patienten. Anfangs klagen Betroffene über ein diffuses Missempfinden oder Taubheit der Zehen, später über heftige Schmerzen, die vom Mittelfuß bis in die Zehen ausstrahlen. Das Spektrum der Symptome reicht von einem pelzigen Gefühl über Kribbeln und Brennen in den Zehen bis hin zu einem blitzartig stechenden Schmerz.
  • Prinzipiell kann jeder Zwischenknochennerv betroffen sein. Meist findet man eine Morton-Neuralgie zwischen dem dritten und vierten Mittelfußknochen mit Symptomen an der dritten und vierten Zehe. Bei einigen Menschen tritt die Erkrankung beidseits auf. Unter Belastung verstärken sich die Beschwerden häufig. Vor allem dann, wenn enge Schuhe getragen werden. Diese drücken den Mittelfußknochen noch weiter zusammen, wodurch der Nerv stärker eingeengt wird.

Das Morton-Neurom kann infolge einer überdurchschnittlich starken Belastung des Vorfußes entstehen. Man vermutet, dass der Prozess durch eine dauerhafte Reizung des Nervs in Gang gesetzt wird. Besonders das regelmäßige Tragen hochhackiger Schuhe stellt ein Risiko dar, weil hohe Schuhe das Körpergewicht des Menschen stark auf den Vorfuß verlagern. Ebenso tragen andere Fußerkrankungen oder Fußfehlstellungen zur Problematik bei, zu nennen vor allem der Spreizfuß zu nennen ist.

Was sind Symptome des Morton-Neuroms?

  • Schmerzen in zwei benachbarten Zehen
  • Kribbeln in zwei benachbarten Zehen
  • Taubheitsgefühl in zwei benachbarten Zehen
  • Schmerzen am Vorfuß fußsohlenseitig
  • Schmerzen im Mittelfuß / Mittelfußschmerzen (Metatarsalgie)
  • Anfallartiges Auftreten der Beschwerden
  • Schmerzen nehmen beim Belasten und in Schuhen zu
Diagnose des Morton-Neuroms

Diagnose des Morton-Neuroms

Die Diagnose kann oftmals bereits anhand der Schilderung der Beschwerden gestellt werden. Meist sind die Symptome der Patienten eindeutig und unverwechselbar. Größere Morton-Neurome lassen sich bei der Untersuchung zwischen den Zehen als eine Verhärtung im Zwischenknochenraum ertasten. Weitere Untersuchungstest wie der Gaenslen-Handgriff oder das Mulder-Click-Phänomen bringen bei Verdacht auf ein Morton-Neurinom schnell Klarheit. Sie werden fachkundig von Dr. Mellany Galla durchgeführt und lösen beim Patienten typische Reaktionen aus, welche die Diagnose untermauern. Bildgebende Verfahren wie die Sonographie oder die Kernspintomographie (MRT) stellen die knotige Verdickung des Nervs in den meisten Fällen zudem sehr gut optisch dar.

Medizinische Behandlung

Grundsätzlich zielen die Morton-Neurom-Behandlung und die Morton-Neuralgie-Therapie darauf ab, den Druck auf und am betroffenen Nerv zu verringern. Zu unterscheiden sind konservative und operative Methoden, um Schmerzen am Vorfuß, Mittelfuß und an den Zehen zu reduzieren.

  • Generell ist ausreichendes weites Schuhwerk in akuten Phasen zu empfehlen, um genügend Platz zu bieten und den Druck zu mindern.
  • Bei Bedarf kann mit einer speziell angefertigten Einlage, die den Mittelfuß stützt und den Vorfuß weich bettet, Abhilfe geschaffen werden. Ergänzend fördert eine sogenannte Schmetterlingsrolle die Entlastung des Vorfußes.
  • Manuelle Therapie dient dem Zweck, das Gewebe zu mobilisieren. Bei Erfolg reduziert sich der Druck auf den Nerv und somit die Beschwerden am Vorfuß und in den Zehen.
  • Eine Stoßwellentherapie ist eine sinnvolle Ergänzung zur Unterstützung zur Geweberegeneration.

Falls die konservativen Maßnahmen nicht helfen und die Beschwerden eine starke Beeinträchtigung im Alltag darstellen, sollte eine Morton-Neurom-Operation in Erwägung gezogen werden. Dabei sind zwei Verfahren zu unterscheiden:

  • Der Nerv wird vollständig entfernt. Diese OP wird bei sehr großen Morton-Neurinomen empfohlen.
  • Der Nerv wird entlastet. Hierbei wird lediglich das wuchernde Gewebe entfernt.

Ausführlich bespricht Dr. Mellany Galla die jeweiligen Vor- und Nachteile vor einem operativen Eingriff.

Morton-Neurom – schnelle Hilfe

Einige Menschen, die unter einer Morton-Neuralgie leiden, können sich durch die Änderung ihrer Gewohnheiten oftmals selbst helfen. Sowohl Prävention als auch Minderung erster Symptome sind durch geeignete Schuhe, Einlagen und Fußgymnastik möglich. So sollten hohe oder enge Schuhe durch flaches, angenehm zu tragendes Schuhwerk ersetzt werden. 

Besonders weiche oder individuelle Schuheinlagen mindern die Belastung in alltäglichen Situationen. Ebenfalls bewährt ist eine spezielle Fußgymnastik, welche die Fußmuskeln stärkt. Allerdings ist eine ärztliche Abklärung und Beratung bei einem Morton-Neurom sinnvoll. Bei Fragen und manifesten Beschwerden berät die Fußspezialistin Dr. Mellany Galla Sie gerne in ihrer Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist ein Morton-Neurom und wie entsteht es?

Ein Morton-Neurom ist eine gutartige Gewebeverdickung um einen Nervenstrang im Vorfuß, meist zwischen dem dritten und vierten Mittelfußknochen. Ein Morton-Neurom entsteht meist durch eine chroni­sche Reizung eines Zehennervs im Vorfuß durch wiederholten Druck oder Belastung. Als Reaktion verdickt sich das Nervenge­webe und das umliegende Bindegewebe, was zu Schmerzen und Missempfindungen führt.

Welche Beschwerden sind typisch für ein Morton-Neurom?

Betroffene berichten häufig von einem pelzigen Gefühl, Kribbeln oder Brennen in den Zehen. Oft tritt ein blitzartig ste­chen­der Schmerz auf, der beim Laufen oder in festen Schuhen zunimmt und von vielen Patienten als das Gefühl einer "Erbse im Fuß" beschrieben wird.

Lässt sich ein Morton-Neurom auch ohne Operation behandeln?

Ja, in vielen Fällen helfen konservative Maßnahmen wie weiteres Schuhwerk. Speziell angefertigte Einlagen zur Ent­las­tung des Vorfußes können den Druck auf den Nerv mindern. Eine begleitende Stoßwellentherapie und manuelle Therapie unterstützen die Gewebeheilung und die Rückbildung der Verdickung.

Wann ist ein operativer Eingriff bei einem Morton-Neurom sinnvoll?

Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn konservative Behandlungen über einen längeren Zeitraum keine ausreichende Linderung der Beschwerden bringen. Ziel des Eingriffs ist es, den Nerv durch die Entfernung des wuchernden Bindegewebes oder des betroffenen Nervenabschnitts dauerhaft zu entlasten.

Wo kann ich ein Morton-Neurom in Hannover behandeln lassen?

Für eine Untersuchung und Beratung sowie eine individuell abgestimmte Therapie Ihrer Vorfußbeschwerden ist die Fußspezialistin Dr. med. Mellany Galla in Hannover Ihre erfahrene Ansprechpartnerin. Sie finden unsere Praxisräume zentral gelegen am Georgsplatz 19.

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